Ich liege nachts wach,
dunkle Umrisse formen sich zu einem Bild.
Meine Gedanken werden lauter,
aber ich halte sie nicht auf –
bin zu schwach.
Erst eins, dann zwei,
dann drei Gedanken türmen sich auf.
Mein Kopf wird schwerer,
komm‘ hier nicht raus.
Denke an die Hafermilch im Kühlschrank,
den Kaffee am Morgen,
an gestern,
an heute,
den Job,
und meine Sorgen.
Habe die Stadt verlassen,
ein neues Leben begonnen.
Sehe trotzdem nicht klar –
bin noch nicht angekommen.
Bin ich auf dem richtigen Weg?
Das ist die Frage, die mich am meisten bewegt.
Aber wer entscheidet das,
denke ich nach.
Menschen leben nach Konzepten,
die sie erfanden,
um Menschen zu verstehn‘.
Selbst wenn andere es mir sagen,
würde ich meinen eigenen Weg gehn‘.
Seit dem Umzug denke ich viel weniger,
was denken die anderen über mich,
denke ich.
Aber denke weiter und komme wieder dahin,
dass ich eigentlich nicht weiß, wer ich bin.
Was mache ich hier und wo ist der Sinn?
Finde die Antwort nicht.
Bin einfach zu müde,
aber schlafe immer noch nicht.
Beschließe das Fenster zu öffnen –
atme tief ein.
Hatte viele Gedanken,
aber lasse keinen neuen mehr rein.
Erst eins, dann zwei
dann drei Gedanken lösen sich auf.
Mein Kopf wird leerer –
und ich atme aus.
2 Antworten zu „schlaflos“
-
Wunderschön liebe Nina, wie Du schreibst ❤️
-
Inspirierend. Chapeau.

Schreibe einen Kommentar