Mit langsamen Schritten laufe ich Richtung Sonne.
Sie taucht die Straße in ein tiefes Orange und hinterlässt ein Gefühl von Geborgenheit.
In diesem Moment weicht der Dreck der Stadt, dem goldenen Licht der Abendsonne.
Die kühle Luft vertreibt die dröhnende Hitze, die vom Mittag übrig geblieben ist.
Und ich gehe weiter, halte Ausschau nach der nächsten Haltestelle.
Entscheide mich um und werde langsamer.
Denn es gibt hier so viel Schönheit im Augenblick der beginnenden Dämmerung.
Neben dem Anzug läuft ein verkleideter Fuchs, der dem Kind mit den Zöpfen Platz macht.
Sie zeigt begeistert auf das schillernde Kostüm einer großen Frau, die einen tiefen Zug ihrer Zigarette inhaliert. Sie spricht mit rauchiger Stimme zu der Verkäuferin mit den Blumen,
während sie zufrieden einen Strauß bindet. Jemand mit roter Frisur kauft Rosen,
die seine Augen leuchten lassen und ein Typ mit schwarzem Umhang summt fröhlich ein Lied,
als er die Straße überquert.
Mit jeder Begegnung wächst die Wahrhaftigkeit dieser Stadt in mir.
Sie zeigt mir den wertfreien Raum inmitten der lebendigen Fülle der Freiheit.
