Januar

Wie jedes Jahr beginnt auch dieses wieder mit einem Januar. Tage der Einkehr, der Rückblende und Vorausschau. Wie jeden Januar, laufe ich durch die Straßen, suche den perfekten Ort für meine perfekte neue Routine und kaufe perfekte neue Dinge, die dann abends meinen Raum mit neuen Ritualen füllen. 

Heute brennt das Räucherstäbchen, neben dem Amethysten und dem grünen Aventurin. Mit Zuversicht visualisiere ich das Jahr und entspanne mich, denn der Dezember war wie jedes Jahr viel zu aufreibend, viel zu laut- einfach viel zu viel.

Wie jedes Jahr fühlen sich die ersten Tage im neuen Jahr nach etwas Unbekanntem an. Als würde ich einen neuen Ort betreten, an dem ich mich erst noch zurechtfinden muss. Meine Karte ist noch nicht kalibriert- und so versuche ich die Tage langsamer zu starten, langsamer zu denken und langsamer zu atmen.
Denn ich kenne weder das Tempo noch den richtigen Gang für das was kommt. Ich weiß nur, dass ich hier am Anfang stehe und mich wieder ein bisschen neu, ein bisschen ungewohnt und ein bisschen aufgeregt fühle. Es ist wie dieses Gefühl, gebadet und sauber in die frische Bettwäsche zu steigen und sich zum besten Song der Playlist das schönste Leben auszumalen.

Denn auch dieses Jahr weiß ich nicht, welche Geschichten sich aus meinem Erlebten formen und ob ich dieses Mal mehr lebe als zu wachsen.

Es ist eben nicht nur ein Januar. Es ist der Neustart eines Jahres, welcher sich später wieder zu einer Zahl der Erinnerung formt und ein ganz bestimmtes Gefühl hinterlässt. 

Eine Antwort zu „Januar“

  1. Anonym

    🙏✨

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