Kategorie: Trennung

  • Freier Fall

    Freier Fall

    Mein Gehen war der egoistische Versuch, meinem Leben mehr Tiefe zu geben.
    Doch die Tiefe fühlt sich oft wie ein freier Fall an.
    Ein freier Fall, der Erinnerungen immer schneller an mir vorbei ziehen lässt.
    So schnell, dass mir schwindelig wird und mein Herz weh tut.
    Es tut weh, weil die Sehnsucht nicht vergeht.
    Sie bleibt da und schaut mir tonlos dabei zu, wie ich versuche,
    meine Wahrhaftigkeit mit Leben zu füllen.
    Und das gelingt mir manchmal gut.
    Aber dann gibt es wieder Tage, an denen Tränen meinen Gedanken Ausdruck verleihen
    und ich mich zurück in deinen Arm sehne.
    In deinen Arm, der mein zu Hause und unsere Liebe war.
    Diese Liebe, die ich mir seither versuche selbst zu geben- und zum mindest bin ich jetzt mehr Ich

    -aber eben ohne Dich.

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  • J.

    J.


    Meine Gedanken schweifen nur noch selten an den Ort,
    an dem ich dich traf.
    Ich kann dich nicht mehr sehen,
    denn dein Bild verblasst.

    Ich erinnere mich:
    Ich legte all meine Hoffnung in dich.

    Doch du warst nicht der, für den ich dich hielt.
    Du warst nur der,
    in den ich meine Erwartungen schrieb.

    „Ich kann das nicht.“,
    ist alles, was von dir kam.
    Du bist mir ausgewichen,
    konntest nicht halten, was du versprachst.

    Wie eine leere Hülle standest du da –
    konnte nicht mehr sehen,
    was ich mal sah.

    Und ich habe dich beim Wort genommen.
    Bin gegangen, ohne zu wissen, was kommt.
    Bin jetzt viel mehr Ich –
    ohne dich unter meinem Horizont.

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  • Fünf Worte

    Fünf Worte

    Du sitzt vor mir. „Was ist los?“ hast du gefragt. Ich werde taub. Dröhnende Stille umgibt mich. Dicke Luft und schwerer Atem, der mich plagt.

    Wie in einem Meer aus Watte, versuche ich nicht zu ertrinken. Versuche was zu fühlen, aber kann nichts mehr spüren.

    Mein Herz fängt erst an zu rasen, dann wird es still. „Ich kann das nicht mehr“ ist alles was ich sag‘.

    Dein Blick ist glasig, Sekunden vergeh‘n. Du siehst mich an, doch kannst mich nicht mehr versteh‘n.

    Ein Leben zu Zweit.

    Fünf Worte.

    Für immer entzweit.

    2 Antworten zu „Fünf Worte“

    1. Anonym

      Das ist echt super schön 🙂

    2. Anonym

      Sehr berührend und schön geschrieben ❤️

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